Int. Ju-Jitsu-Seminar in Wil

28.04.2018

Lehrreiches WJJF-Seminar
Wenn man sich die Fotos vom Jiuday am 28.04.18 ansieht fällt einem vor allem etwas auf: Es wurde viel gelacht.

Beim Angrüssen um Zehn Uhr sah ich viele altbekannte Gesichter, viele Neue. Manche wirkten ein wenig unsicher. Womöglich wussten sie nicht genau was sie erwartet. Andere wollten die Formalitäten überspringen und sofort loslegen. Allen war die Vorfreude abzulesen.
Es war ein kurzweiliger Tag. Die Herren Helmut Schramm, Robert Schenk, Jürg Eisele, Lamberto Grippi, Stephan Schuhmacher, David Neher und Iwan Hinder, welcher an diesem Tag den Titel WJJF-Instruktor verliehen bekam, sorgten dafür, dass kein Gi trocken und kein Gemüt gelangweilt blieb.
Mit Lamberto Grippi übten wir die Grundlagen des Shotokan Karate. Stephan Schuhmacher mahnte uns über die Gefahren von Messern im Nahkampf. Bei dem deutschen Kollegen Jürg Eisele setzten wir uns mit Kontrolltechniken im Stand auseinander. Helmut Schram war halt einfach Helmut Schram. Er vermittelte seine Kenntnisse des Kungfus durch subtile Übungen mit grossen Effekt. Wer damit nichts anfangen kann sollte ihn am besten einfach selbst erleben.
David Neher schulte die Vernetzung von Techniken indem der die niederen Kyu-Graden diverse Kontrolltechniken am Boden aneinanderhängen liess. Die hohen Kyu-Grade durften dafür mit Iwan Hinder diverse Hebeltechniken aus dem Aikido honen und schleifen. Die Dan-Träger erhielten an Stelle davon von Robert Schenk einen vertieften Einblick in Shio Nage und dessen Ursprung.
Wenn ich die Atmosphäre in einem Begriff zusammenfassen wollte wäre es wohl: «Jita Kyoei - Gemeinsames Gedeihen»
Jeder einzelne Teilnehmer trug seinen Teil zur Erschaffung dieser angenehmen Budo-Atmosphäre bei. Alle brachten sich nach bestem Wissen und Gewissen ein, zückten Techniken und Erfahrungen aus ihren metaphorischen Rucksäcken und sogen wissensbegierig den neuen Stoff auf. Es wurde entspannt aber zielgerichtet gearbeitet. Die Stimmung war ernst aber fröhlich. Das Training war anstrengend aber unfallfrei.
Besonders prägnant waren für mich die Elektro-Messer. Eine Klinge, die einem einen Schlag verpasste, wenn man einen Patzer machte übermittelte ein ganz neues Gefühl der Gefahr in die altgewohnten Abwehrtechniken.

Danke an alle Teilnehmer, Instruktoren und Freunde aus Deutschland für diesen super Tag!