Kampfkunst
05.06.2010
Geschichte des Ju Jitsu
Die alten Ju-Jitsu-Techniken haben ihren Ursprung wohl im "Kumiuchi", dem alten Nahkampf der Samurai.
Wenn diese auf dem Schlachtfeld keine Schwerter zur Hand hatten oder wenn sie ihre Gegner überwältigen sollten ohne diese ernsthaft zu verletzten, benutzten sie diese Kampfkunst, bestehend aus verschiedenen Schlägen, Tritten, Würfen und Hebeln. Im 17. Jahrhundert soll ein Chinese namens Gembin in Japan gelebt haben. Dieser habe die Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung meisterhaft beherrscht und einige Samurai darin unterrichtet; sie nannten dieses System Jujitsu.
| JU JITSU | = sanfte Kunst |
In Japan war es dem gewöhnlichen Volk jahrhunderte lang strengstens untersagt, Waffen zu tragen. Um sich trotzdem notfalls verteidigen zu können, lernten auch die einfachen Leute sich mit blossen Händen zu wehren. So entstanden in Japan eine ganze Reihe von Schulen, wo unterschiedliche Formen der waffenlosen Selbstverteidigung unterrichtet wurden. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Kampfkünste wie Judo, Kendo und Aikido aus dem Ju-Jitsu und die reine Selbstverteidigung verlor immer mehr an Bedeutung. Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich Ju-Jitsu zusammen mit Judo, durch den Unterricht einiger japanische Meister, auch in Europa.
